Attisholz-Areal: Erster Öffnungsschritt für Bevölkerung

5.7.2013

Die Attisholz Infra AG (AIN) hat heute Freitagnachmittag ihre ehemalige Eisenbahn-brücke im Beisein von Regierungsrat Walter Straumann für die Bevölkerung freige-geben. Sie steht Fussgängern und Velofahrern offen und bedeutet für diese eine schnellere Verbindung vom Südufer der Aare in Richtung Riedholz. AIN öffnet mit diesem Schritt erstmals Teile des Areals der ehemaligen Cellulosefabrik für die Öffentlichkeit. Sobald möglich werden weitere Schritte folgen.

Attisholz-Areal: Erster Öffnungsschritt für Bevölkerung

In den vergangenen Monaten hat AIN die früher dem werksinternen Verkehr dienende Eisenbahnbrücke im Osten des Areals instand gestellt. Heute Freitag wurde sie in einem offiziellen Akt für die Benutzung durch Fussgänger und Velofahrer geöffnet. Diese verfügen damit neu über eine direkte Verbindung vom Wander- und Veloweg auf dem Südufer der Aare in Richtung Gemeinde und Bahnstation Riedholz (und umgekehrt). Sie durchqueren dabei einen Teil des bisher der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Attisholz-Areals.

„Mit der Öffnung der Eisenbahnbrücke setzen wir ein Zeichen für unseren Willen, das Areal zusammen mit den Partnern beim Kanton und bei der Gemeinde zu entwickeln – es soll dereinst ein lebendiger Ortsteil von Riedholz sein“, sagte AIN-Geschäftsführer Lothar Kind.

In den vergangenen Jahren hat AIN zusammen mit dem Kanton Solothurn sowie den Gemeinden Riedholz und Luterbach einen Masterplan für die Entwicklung des Areals der 2008 geschlossenen Cellulosefabrik erarbeitet. Dieser sieht für das nördlich der Aare gelegene Attisholz-Areal im Rahmen eines Generationenprojekts eine gemischte Nutzung mit Gewerbe, Dienstleistung, Kultur, Gastronomie und gehobenem Wohnen vor. Die Gemeinde Riedholz erarbeitet zurzeit ein räumliches Teilleitbild, das die Stossrichtung der künftigen Entwicklung des Areals definieren wird.

Regierungsrat Walter Straumann macht Weg über die Brücke frei

Der scheidende Solothurner Regierungsrat und Baudirektor Walter Straumann würdigte die symbolische Bedeutung des ersten Öffnungsschritts auf dem ehemaligen Industrieareal in seiner Ansprache vor den geladenen Gästen: „Alle grossen Projekte beginnen mit einem kleinen Schritt.“ Er zog ein positives Fazit der Zusammenarbeit von Kanton, Gemeinden und privatem Grundeigentümer und ermunterte alle Beteiligten, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Danach schritt er zur Tat und machte als eine seiner letzten Amtshand-lungen mit einer riesigen Zange den Weg über die Brücke für die Bevölkerung frei.

Arealführungen geplant

Direkt bei der Eisenbahnbrücke informiert AIN die Bevölkerung auf drei Tafeln über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Areals. Ein Informationspavillon mit detaillierten Informationen soll im Spätsommer folgen. Der Einweihung der neuen Brückenquerung will das Unternehmen so bald wie möglich weitere Öffnungsmassnahmen folgen lassen. Ab Ende August sind regelmässige Arealführungen vorgesehen, für die sich alle Interessierten anmelden können.

Mehr Vorlaufzeit wird es brauchen, bis sich entlang des Nord- und des Südufers der Aare wie im Masterplan vorgesehen je ein durchgehender Wander- und Veloweg realisieren lässt. Die Brückenöffnung durch die Attisholz Infra AG ist der erste Schritt in diese Richtung. In den nächsten Etappen soll das Nordufer als Promenade mit freiem Zugang für die Bevölkerung entwickelt werden.



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